Direkter Handel ist kein klar geschützter oder einheitlich definierter Begriff. Gemeint ist meist, dass Röstereien ihre Kaffees möglichst unmittelbar mit den produzierenden Farmen bzw. Produzent:innen auswählen und langfristige Beziehungen zu ihnen aufbauen – statt sie anonym über mehrere Handelsstufen einzukaufen.
Das kann Transparenz schaffen, eine partnerschaftliche Zusammenarbeit ermöglichen und eine fairere, nachvollziehbarere Bezahlung fördern.
Ganz ohne Im- und/oder Exporteur funktioniert es für kleine und mittelgroße Röstereien jedoch kaum: Export, Finanzierung, Qualitätskontrolle, Logistik und Zollabwicklung benötigen lokale Infrastruktur und Expertise. Direkter Handel heißt deshalb in der Praxis nicht, jeden Zwischenakteur auszuschließen, sondern Handelswege bewusst kurz, transparent und fair zu gestalten.


