Ein hochintensiver, akribischer Prozess im Anbau
Qualitätskontrolle: So werden die Standards gewährleistet

Damit jede Tasse Kaffee das bestmögliche Geschmackserlebnis bietet, wird in den Anbauländern enorm akribische Arbeit geleistet. So durchläuft der Rohkaffee auf jeder Stufe des Prozesses intensive Qualitätskontrollen. Diese Kontrollen beginnen bereits auf dem Feld und enden erst, wenn der Rohkaffee das Lager im Anbauland verlässt. Hier vertiefen wir, welche Schritte unsere Kaffees dabei durchlaufen.

Team OCS |6 Min. Lesezeit
Inhaltsverzeichnis
01
Nur reife Kirschen werden gepflückt

Die Qualitätskontrolle beginnt bereits bei der Ernte. Nur perfekt gereifte Kaffeekirschen liefern die hochwertigen Bohnen, die später zu exzellentem Kaffee verarbeitet werden. In nahezu allen der Regionen, mit denen wir zusammenarbeiten, wird die Ernte von Hand durchgeführt. Dies ermöglicht es den Arbeitern, nur die Kirschen zu pflücken, die den idealen Reifegrad erreicht haben. Das bedeutet, dass die Picker alle Sträuche mehrfach ablaufen müssen, da nicht immer alle Kirschen gleichzeitig perfekt reif sind.

Wir haben bei unserem Besuch auf der Finca Las Brisas zwei Stunden mitgeholfen und durften zu spüren bekommen , was für ein unglaublich körperlich herausfordernder Job ist!

Beim Kaffee pflücken aushelfen bzw. zur Belustigung beitragen
02
Cupping, um das Potenzial zu bestimmen

Bei den Aufbereitungsstationen angekommen, werden Samples von den Bohnen genommen und auf fehlerhafte Bohnen geprüft. Die Defektbohnen werden händisch aussortiert, das fehlerfreie Sample geröstet und dann wird ein Cupping durchgeführt, um das Bestpotenzial des Kaffees zu erörtern. Hier erhält er seinen ersten SCA-Score.

Cupping auf dem Ngila Estate
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“We are proud of our passion for coffee and passion for people”
– Luiz Saldanha, Gründer der Fazenda California
03
Sortierung nach Größe und Dichte

Die Säcke der ganzen Ernte gehen währenddessen weiter in die Sortierung. Diese findet in den aller meisten Fällen maschinell, nur seltenst per Hand statt - je nach den Möglichkeiten vor Ort.

Die Bohnen durchlaufen dabei mehrere Vorgänge, die sie nach Größe, Dichte und Gewicht zuordnen. Wenn eine Bohne nicht zugeordnet werden kann, wird sie automatisch nochmals durch den Vorgang geleitet.

Ziel der Sortierung ist es, den hochwertigsten und möglichst homogenen Anteil der Ernte zu erhalten: gesunde, voll entwickelte, möglichst gleich große und gleich dichte Bohnen ohne Defekte. Leichte, beschädigte oder stark abweichende Bohnen werden je nach Qualitätsziel als niedrigere Grade getrennt oder aussortiert. Auch kleinere Bohnen können hochwertig sein, sofern sie für das jeweilige Lot vollständig entwickelt, dicht und einheitlich sind.

Maschinelle Sortierung in Jaén, Peru
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In manchen sehr fortschrittlichen, technologisierten Einrichtungen werden zusätzlich UV-Licht Maschinen eingesetzt, um Defekte zu ermitteln und diese Bohnen automatisch auszusortieren. Meist findet das aber ausschließlich im nächsten Schritt manuell statt.
04
Manuelle Prüfung: Intensive Detailarbeit

Das ist der Schritt, der eine extreme Wertschätzung für hohe Qualität auslöst.

Denn trotz moderner Maschinen (auch der UV-Licht Maschinen) ist die manuelle Kontrolle ein unverzichtbarer Teil des Qualitätsprozesses. Bevor die Bohnen dann tatsächlich zum Transport fertig gemacht werden, wird jede einzelne nochmals händisch auf Defekte überprüft - und wenn vorhanden, aussortiert. Das ist wirklich eine unglaublich intensive Arbeit und ein so großes Zeichen von Qualität. Hier wird UV-Licht dann ggf. manuell eingesetzt, um die Defekte noch besser zu erkennen.

Händische Nachsortierung der Kaffeebohnen
05
Freigabe zur Verschiffung: Das finale "Go"

Der letzte Schritt der Qualitätskontrolle erfolgt kurz vor dem Verlassen des Lagers. Hier wird jede Charge noch einmal überprüft, bevor sie verschifft wird. Es werden Stichproben entnommen, um sicherzustellen, dass der Kaffee den Lagerungsprozess unbeschadet überstanden hat und bereit ist, den Weg zu uns anzutreten.

Rohkaffeelager in Moshi, Tansania

Durch unsere enge Zusammenarbeit mit den Farmern und unsere Besuche vor Ort haben wir Vertrauen in diesen Prozess und wissen, dass jede Bohne, die das Lager verlässt, höchsten Qualitätsansprüchen genügt.

Das Wichtigste:

Qualität entsteht lange bevor wir den Rohkaffee in unseren Röster kippen. Genau deswegen versuchen wir mit all dem, was wir tun, Wertschätzung und Dankbarkeit für diesen riesigen Aufwand zu schaffen.

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